Neuerungen zur Abgabe von Steuererklärungen

Die Abgabefrist von Jahressteuererklärungen wird für Besteuerungszeiträume ab dem Kalenderjahr 2018 neu gefasst. Bei der Einkommensteuererklärung 2018 endet sie bei Steuerpflichtigen ohne steuerlichen Vertreter am 31.07.2019, bei Steuerpflichtigen mit Steuerberater am 29.02.2020. Vor Fristende können von Seiten der Finanzämter Vorabanforderungen erfolgen. 

Reform der Grundsteuer

Die Grundsteuer ist das Produkt aus Grundstückswert, Steuermesszahl und Hebesatz. Diese betrifft alle Eigentümer und Mieter. Das Grundsteuervolumen betrug in 2017 etwa insgesamt ca. 13,5 Mrd. € und kommt aus-schließlich den Kommunen zu. Das sind durchschnittlich etwa 170 € pro Kopf und Jahr. Das Bundesverfas-sungsgericht hat mit Urteil vom 10. April 2018 festgestellt, dass das […]

Kassenführung und kein Ende in Sicht

Grundsätzlich sind alle Bareinnahmen einzeln aufzuzeichnen. Für die Ordnungsmäßigkeit reicht es jedoch aus, wenn die Summe der Tageseinnahmen aufgezeichnet wird. Diese muss allerdings durch den Registrierkassenstreifen, Tagesendsummenbon oder Kassenzettel nachgewiesen werden. Die Finanzverwaltung vertritt die Meinung, dass EC-Kartenumsätze nicht in der Barkasse aufgezeichnet wer-den dürfen. Dies ist bislang allerdings gängige Praxis. Die Gesamttageseinnahmen werden als […]

Kassennachschau

Das Finanzamt hat seit dem 01.01.2018 die Möglichkeit, während der üblichen Geschäftszeiten eine sogenannte Kassennachschau durchzuführen § 146b Abs. 1 AO. Diese erfolgt ohne vorherige Ankündigung, anders als bei einer Betriebsprüfung. Die Kassennachschau dient zur zeitnahen Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit der Kassenaufzeichnungen. Sie ist auch bei einer offenen Ladenkasse zulässig. Die mit der Prüfung betrauten Finanzbeamten […]

Berichtigung eines unrichtigen Umsatzsteuerausweises

Ein unrichtiger Steuerausweis liegt umsatzsteuerlich vor, wenn eine Rechnung einen überhöhten Steuerbetrag ausweist, oder einen gesonderten Steuerausweis enthält, obwohl dieser nicht erfolgen durfte. Aus solchen Rechnungen kann der Leistungsempfänger keinen Vorsteuerabzug ziehen. Der Rechnungsaussteller schuldet aber trotzdem die Umsatzsteuer. Diese Rechnung kann unter der folgenden Voraussetzungen korrigiert werden:Es muss eine hinreichend bestimmte, schriftliche Mitteilung erstellt […]

Gesetzlicher Mindestlohn

Ab dem 01.01.2019 gilt ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von brutto EUR 9,19 je Zeitstunde. Eine weitere Erhöhung erfolgt bereits zum 01.01.2020 auf EUR 9,35. Es ist jedoch möglich, dass dieser von den allgemein verbindlichen Tarifverträgen der entsprechenden Branchen abweicht. In diesem Fall gilt der Mindestlohn laut Tarifvertrag. Der gesetzliche Mindestlohn gilt weiterhin NICHT für: Jugendliche […]

Verfahrensdokumentation

Die Verfahrensdokumentation wird zukünftig verstärkt von den Betriebsprüfern der Finanzverwaltung angefordert und der Prüfung zu Grunde gelegt werden. In einer Verfahrensdokumentation sind alle Prozesse der Abwicklung der elektronischen Buchführung darzu-stellen, angefangen vom Eingang der Belege bis zur Verbuchung und Aufbewahrung. Eine den GoBD konforme Dokumentation muss u. a. eine allgemeine Beschreibung sowie eine System- und […]

Außergewöhnliche Belastungen

Entstehen einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen (z.B. Aufwendungen für Krankheit oder Behinderung) als der überwiegenden Mehrzahl von Personen gleicher Einkommens- und Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstandes, so können diese Aufwendungen gegebenenfalls als außergewöhnliche Belastungen bei der Einkommensteuererklärung angesetzt werden. Voraussetzung ist, dass sie keine Sonderausgaben, Werbungskosten oder Betriebsausgaben darstellen. Die Zwangsläufigkeit von Krank-heitskosten muss durch eine […]

Kranken und Pflegeversicherungsbeiträge des Kindes als eigene Sonderausgaben

Die von den Eltern getragenen eigenen Kranken- und Pflegeversicherungen eines steuerlich zu berücksichtigenden Kindes sind im Rahmen der Unterhaltspflicht wie eigene Beiträge der Eltern zu erfassen. Das bedeutet, dass die Eltern die Kranken- und Pflegeversicherung ihrer Kinder in ihrer eigenen Steuererklärung im Rahmen der Basisabsicherung als Sonderausgaben ansetzen dürfen. Bisher reichte aus, wenn die Eltern […]

Aufbewahrung von Unterlagen

Die steuerrechtlichen Ordnungsvorschriften für die Aufbewahrung von Unterlagen ergeben sich aus § 147 AO. Danach gelten grundsätzlich folgende Aufbewahrungsfristen: 10 Jahre Bücher und Aufzeichnungen, Buchungsbelege, Inventar, Jahresabschlüsse (auch Einnahme-Überschuss-Rechnungen), Lageberichte, die Eröffnungsbilanz sowie die zum Verständnis der Unterlagen erforderlichen Arbeitsanweisungen und sonstigen Organisationsunterlagen. 6 Jahre Empfangene Handels- oder Geschäftsbriefe, Wiedergaben der abgesandten Handels- oder Geschäftsbriefe, […]